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Regeln Regeln einführen

Ihre Regeln sollten unbedingt von Ihrem Kind angenommen oder zumindest akzeptiert werden. Nur dann wird es sich künftig auch daran halten. Beherzigen Sie daher folgende Tipps:

1. Ihr Kind sollte nicht denken, dass nur es selbst sich an Regeln halten muss.

Überlegen Sie daher: Gilt eine der Regeln auch für die anderen (z. B.: „Für Lukas’ Schwester gelten die gleichen Zimmer-Regeln“)? Gibt es Regeln für andere (z. B.: „Auch Lukas’ Eltern halten ihr Schlafzimmer in Ordnung und räumen die Wohnung auf“)?

2. Überlegen Sie vorab, warum die Regel nötig ist und was passiert, wenn es die Regel nicht gibt.

Die Regel „Lukas räumt jeden Tag vorm Abendessen alle auf dem Boden liegenden Spielsachen wieder an seinen Platz“ ist der Mutter wichtig, damit nicht so oft Dinge verloren gehen. Auch will sie sich nicht ständig mit Lukas über sein chaotisches Kinderzimmer streiten. Sie möchte klar stellen, was Lukas tun muss und was nicht. Außerdem möchte die Mutter vermeiden, dass nachts jemand über sein Spielzeug stolpert – weder Lukas, wenn er auf Toilette geht, noch die Eltern, wenn Lukas sie ruft.

3. Falls Sie einen Partner haben, besprechen Sie die Regeln vorab mit ihm.

Bedenken Sie: Es ist weniger wichtig, auf welche Regeln Sie sich einigen, als dass Sie sich überhaupt einigen!

4. Halten Sie einen „Familienrat“ ab und besprechen die Regeln mit Ihrem Kind.

  • Erklären Sie, dass Sie über das Thema „Zimmerordnung“ reden möchten.

  • Erklären Sie in Ruhe, welche Regeln Sie sich überlegt haben und warum die Regeln wichtig sind.

  • Hören Sie sich die Meinungen und Einwände Ihres Kindes an und nehmen diese ernst.

  • Fragen Sie Ihr Kind auch nach eigenen Regelvorschlägen.

  • Ändern Sie die Regeln ab, wenn Ihnen dies sinnvoll erscheint.

  • Legen Sie am Ende die Regeln fest.

  • Machen Sie deutlich, dass die Regeln akzeptiert werden müssen, auch wenn Ihr Kind die Regeln dann immer noch nicht sinnvoll findet.