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Was können Sie tun? Die Geschwisterbeziehung fördern

Viele Kinder streiten deswegen so häufig, weil sie miteinander rivalisieren.

Um eine gute Geschwisterbeziehung zu fördern, sollten Sie möglichst keine Rivalität zwischen Ihren Kindern entstehen lassen:

  • Achten Sie darauf, Ihren Kindern möglichst gleich viel positive Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

  • Vergleichen Sie die Kinder nicht miteinander und vor allem nicht auf abwertende Weise. Vermeiden Sie Sätze, wie: „Deine Schwester ist immer so lieb, warum kannst du nicht auch mal nett sein?“, „Dein Bruder kann das doch auch, warum gelingt dir das nicht?“.

  • Überlegen Sie, wie jedes Ihrer Kinder seine eigene Nische finden kann. Es kann hilfreich sein, wenn Ihre Kinder auch unterschiedliche Interessen haben, bei denen sie nicht im Vergleich stehen.

  • Wenn Sie bei einem Streit nicht dabei waren, seien Sie nicht parteiisch. Glauben Sie nicht einem Kind mehr als dem anderen. Es gehören immer mindestens zwei zu einem Streit und in der Regel ist keiner ganz unschuldig. Daher sollte auch nie nur einer „bestraft“ werden.

  • Versuchen Sie besonders darauf zu achten, wenn Ihre Kinder zusammenhalten – auch wenn es gegen Sie selbst ist. Verstärken Sie dieses Verhalten: Loben Sie besonders, wenn die Kinder teilen oder etwas für den anderen machen.

  • Versuchen Sie darauf zu achten, dass es nicht so oft um „mein“/„dein“, sondern mehr um „unser“ geht. Seien Sie darin auch Vorbild! Natürlich muss nicht jedes Spielzeug geteilt werden, aber wer seine Spielsachen teilt, hat doppelt so viele!

Denken Sie auch daran, dass Ihre Kinder sich in den meisten Fällen nicht deswegen miteinander streiten, weil Ihre Kinder Sie ärgern wollen. Sie müssen einen guten Umgang miteinander erst noch lernen.

Dann überprüfen Sie Ihren Eindruck: Warum denke ich das? Bin ich gerade selbst gereizt? Hat mein Kind vielleicht einfach nur einen schlechten Tag (z. B. weil in der Schule etwas schief gelaufen ist)?

Wenn eines oder mehrere Ihrer Kinder eine ADHS-Diagnose haben: Bedenken Sie, dass sich ADHS-Kinder nur schwer zurückhalten können. Dass sie andere häufiger unterbrechen und in ihrem Spiel stören.

Dennoch: Sicherlich gibt es auch mal Situationen, in denen sich Ihr Kind absichtlich „schlecht“ benimmt – so wie alle Kinder. Sollten Sie dann irgendwie anders reagieren? Sie ahnen es vermutlich selbst: Es würde nichts helfen! Die Situation würde sich einfach nur weiter aufschaukeln. Verhalten Sie sich also genau so, als ob es Ihr Kind nicht besser könnte. Fordern Sie klar auf und lassen Sie natürliche Konsequenzen folgen. Lassen Sie auch keine „härteren“ Konsequenzen folgen! Sie zeigen damit: „Ich lasse mich nicht provozieren. Es ist deine Verantwortung.“

Selbst wenn Ihr Kind schreit: „Ich hasse dich, du bist doof!“, bleiben Sie ruhig! Dieses Verhalten ist keinesfalls ungewöhnlich. Ihr Kind sagt vielleicht „Ich hasse dich!“. Es meint aber damit: „Ich hasse, dass du mir sagst, dass ich die Hausaufgaben machen muss!“, „Ich hasse, dass du mir nicht das gibst, was ich will!“.