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Was können Sie tun? Wut lindern

Helfen Sie Ihrem Kind, sich nicht in einen Wutanfall hineinzusteigern!

Bedenken Sie: In den meisten Fällen wird Ihr Kind nicht deswegen wütend, weil es Sie ärgern möchte oder sich „keine Mühe“ gibt. Ihr Kind kann sich wirklich schlechter kontrollieren – und leidet darunter meist genauso wie Sie.

Dann überprüfen Sie Ihren Eindruck: Warum denke ich das? Bin ich gerade selbst gereizt? Hat mein Kind vielleicht einfach nur einen schlechten Tag (z. B. weil in der Schule etwas schief gelaufen ist)? 

Wenn Ihr Kind eine ADHS-Diagnose hat, sollten Sie berücksichtigen, dass Ihr Kind impulsiv ist und sich schwer zurück halten kann. Dass es sich für alles viel mehr anstrengen muss als andere Kinder. 

Dennoch: Sicherlich gibt es auch mal Situationen, in denen sich Ihr Kind absichtlich „schlecht“ benimmt – so wie alle Kinder. Sollten Sie dann irgendwie anders reagieren? Sie ahnen es vermutlich selbst: Es würde nichts helfen! Die Situation würde sich einfach nur weiter aufschaukeln. Verhalten Sie sich also genau so, als ob es Ihr Kind nicht besser könnte. Fordern Sie klar auf und lassen Sie natürliche Konsequenzen folgen. Lassen Sie auch keine „härteren“ Konsequenzen folgen! Sie zeigen damit: „Ich lasse mich nicht provozieren. Es ist deine Verantwortung.“

Selbst wenn Ihr Kind schreit: „Ich hasse dich, du bist doof!“, bleiben Sie ruhig! Dieses Verhalten ist keinesfalls ungewöhnlich. Ihr Kind sagt vielleicht: „Ich hasse dich!“. Es meint aber damit: „Ich hasse, dass du mir das gerade verbietest!“, „Ich hasse, dass du mir nicht das gibst, was ich will!“.